Finanzanlagen

Nachhaltigkeit in der Finanzbranche
Neues Denken ist auch und gerade bei Finanzanlagen gefragt

1. Der Kapitalmarkt und das Thema Nachhaltigkeit auf einen Blick

Mittlerweile wird in der Finanzbranche erkannt, dass globale Veränderungen wie der Klimawandel, die Rohstoffverknappung, die demographische Entwicklung, Verlust von Biodiversität oder die Umweltverschmutzung nicht nur die Industrie betreffen, sondern auch für die Geschäftsmodelle der Finanzbranche relevant sind. Bisher wurden Finanzgeschäfte überwiegend renditegetrieben entschieden – häufig ungeachtet ihrer Folgen für die Realwirtschaft, die Gesellschaft und die Umwelt. Im klassischen “magischen Dreieck” der Kapitalanlage war Nachhaltigkeit neben Rendite, Risiko und Liquidität in der Vergangenheit nicht vorgesehen.

2. Nachhaltigkeit bei Finanzanlagen durch Einhaltung von ESG-Kriterien

Die großen Veränderungen auf unserem Globus verlangen von uns allen, verantwortungsvoller und strategischer als je zuvor zu investieren. In den letzten Jahren ist bei Unternehmen im Finanzdienstleistungssektor das Bewusstsein dafür gewachsen, sogenannte ESG-Kriterien (Environmental, Social und Governance) effektiv in ihr Handeln miteinzubeziehen. Mittlerweile hat sich die Begrifflichkeit „ESG“ als Standard nachhaltiger Anlagen etabliert. Diese drei Buchstaben beschreiben drei nachhaltigkeitsbezogene Verantwortungsbereiche von Unternehmen. Das „E“ für Environment steht hierbei z.B. für Umweltverschmutzung oder -gefährdung, Treibhausgasemissionen oder Energieeffizienzthemen; das “S” für Social beinhaltet Aspekte wie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Diversity oder gesellschaftliches Engagement; und unter “G” für Governance wird eine nachhaltige Unternehmensführung verstanden.

3. Nachhaltigkeit bei Finanzanlagen durch Einhaltung von PRI-Kriterien

Die verstärkte Bedeutung der ESG-Relevanz für Investoren zeigt sich auch an der Entwicklung des Netzwerks der Principles of Responsible Investments (PRI). Dabei handelt es sich um eine im Jahre 2006 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene Initiative zur freiwilligen Selbstverpflichtung bezüglich der Integration von ESG-Faktoren in Investmententscheidungen und in das Management von Assets, welche sich durch die Unterschrift der Prinzipien manifestiert. Die Umsetzung der sechs Prinzipien unterstützt Investoren bei der Realisierung ihrer eigenen Rentabilitäts- und Risikomanagementziele und trägt gleichzeitig zu einer Verbesserung der ökologischen und sozialen Wirung der Finanzbranche bei:

  • Einbeziehung von ESG-Themen in die Analyse- und Entscheidungsprozesse im Investmentbereich
  • Berücksichtigung von Anteilseignern und ESG-Themen in die Anlagepolitik und -praxis
  • Anhalten von Unternehmen und Körperschaften, in die investiert wird, zu einer angemessenen Offenlegung in Bezug auf deren ESG-Themen
  • Vorantreiben der Akzeptanz und Umsetzung der Prinzipien in der Investmentbranche
  • Zusammenarbeit um die Wirksamkeit bei der Umsetzung der Prinzipien zu steigern
  • Berichterstattung über Aktivitäten und Fortschritte bei der Umsetzung der Prinzipien

4. Anbieter von Finanzanlagen, die die Prinzipien für verantwortliches Investieren (PRI) bereits unterschrieben haben

  • HEP Kapitalverwaltung AG (12.05.20)
  • ThomasLloyd Group (07.12.16)

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